Was ist ECHTES Liquid Feedback?

Wer echte Demokratie will, sollte auf ein ECHTES Liquid Feedback in offline- und online-Abstimmungen setzen, das maximale Teilhabe, transparente Problemräume und Entscheidungsgewichtung, Meinungsfreiheit und Selbstbestimmung sowie eine Echtzeitkontrolle politischer Leistungen hinsichtlich Grundwerten und universellen Menschenrechten gewährleistet.

Warum das alte LQFB kein Liquid Feedback ist und aktuelle Verfahren mit Mehrheitsentscheiden nicht den Wählerwillen, sondern den Manipulationserfolg messen:  >> Lesen

Wodurch kennzeichnet sich ein ECHTES Liquid Feedback wie iP7?

  1. Abstimmungen sind liquide, d.h. nicht schwarz-weiß, sondern erfolgen anhand von metrischen Skalen in Graustufen, ähnlich einem Thermometer mit Minus und Plus-Pol. Anträge werden damit anhand Stimmungsbildern sukzessive durch die Basis optimiert, bevor sie final anhand ihrer Passung mit zentralen Werten abgestimmt werden.
  2. In der Regel wird anhand offener W-Fragen bottom up diskutiert und abgestimmt, wobei alle Ideen lösungsorientiert und gleichwertig behandelt werden.
  3. Im Vorfeld einer Diskussion und Abstimmung über Lösungen wird bestimmt, was die wichtigsten Probleme des Kollektivs sind, was konkret die Ursachen eines Problems (IST) und die konkreten Ziele der Problemlösung (SOLL) sind, anhand deren dann die Qualität der Lösung bestimmt wird.
  4. Echtes Liquid Feedback ist ein gleichberechtigtes, partizipatives Konsensverfahren, welches die Qualität politischer Leistungen absichert, d.h. die Entscheidungsqualität  wird anhand der Bedürfnisse der Basis und in ihrer Passung mit Grundwerten und Menschenrechten abgesichert und optimiert. Darüber hinaus gibt es noch 6 weitere Qualitätskriterien zur Optimierung und Qualitätssicherung von Entscheidungen, die universellen menschlichen Realitätskriterien entsprechen, und die das Gemeinwohl  und die Eignung von Personen betreffen und messen.
  5. Das Abstimmungsergebnis, welches von einer metrischen Skala mit Minus und Pluspol in ein qualitätsspezifisches Mehrheitsergebnis überführt werden kann, enthält konkrete, leistungsbezogene Informationen – also ein Feedback – über die Eignung von Kandidaten zu einem bestimmten Job oder über die Passung von Ideen mit Menschenrechten und Grundwerten und auch über das Außmaß deren Pervertierung. Das heißt, echtes Liquid Feedback liefert sensible Informationen über das konkrete Ausmaß des Widerstands, die Gemeinwohlorientierung einer Lösung bzw. der politischen Leistung ohne diese über Kontrast- und Polarisierungseffekte (Teile-und-Herrsche) und Superdeligierte zu verfälschen bzw. zu manipulieren.
  6. Das Ausmaß der Veränderungsmotivation, also der Widerstand gegen den Status Quo (“Alles bleibt, wie es ist”) wird sensibel mit erhoben und mit dem Widerstand gegen die anderen Lösungen verglichen. Dabei kann auch sichergestellt werden, dass eine progressive Entwicklung erfolgt und neue Beschlüsse die Lage nicht schlechter machen oder unter der Zumutbarkeitsgrenze eines Kollektivs liegen (vgl. Systemisches Konsensieren).
  7. Es erfolgen gleichberechtigte Abstimmungen. Jeder hat eine bzw. mehrere Stimmen und die demokratische Meinungsbildung kann nicht durch Superdeligierte verzerrt, beherrscht und manipuliert werden.
  8. Echtes Liquid Feedback lässt anonyme Abstimmungen zu, außer z.B. bei Repräsentanten, die eine grundgesetzlich verankerte Rechenschaftspflicht (Art. 21(1) GG) über ihre (geistigen) Mittel haben, d.h. welche konkreten Abwägungen und Kriteriengewichtungen (z.B. Menschenrechte vs. Lobbyinteressen) zu einer Entscheidung geführt haben.
  9. Echtes Liquid Feedback wird zudem hinsichtlich der Messqualität abgesichert, d.h. es wird parallel die Messqualität bzgl. Informationsqualität, Gültigkeit und Genauigkeit der Abstimmung empirisch überprüft.

Definition von echter Demokratie für echtes Liquid Feedback – das Gemeinwohl betreffend: “In einer echten Demokratie strebt der Mensch gleichberechtigt, frei und solidarisch danach, Schmerz zu vermeiden und Glück zu vermehren.”

In der Neuentwicklung zum echten Liquid Feedback (iP7) werden das Ausmaß von Schmerz und Glück (Gemeinwohl) anhand 7+1 universellen Realitätskriterien (s. Link oben) gemessen. Die graduelle Bewertung anhand dieser Realitätsdimensionen (z.B. Ausmaß der Passung mit Menschenrechten, Zielen und Grundwerten) zeigt damit jeweils das Ausmaß von Ja (Zustimmung/Glück) und Nein (Ablehnung/Schmerz) an.

Fazit: Liquid Feedback misst den Widerstand in Graustufen und ermöglicht intelligentes und empathisches, kollektives Problemlösen anhand der Bedürfnisse der Basis und der menschlichen Intelligenz und misst nicht, wie qualitätsunspezifische Mehrheitsentscheide und altes nicht-LQFB, wie gut die Manipulation und Fremdsteuerung funktioniert hat, sondern misst den Wählerwillen und das Gemeinwohl.

Ausblick: Über eine empirische Prüfung des zugrunde liegenden Modells hinaus ist es denkbar, mit echtem Liquid Feedback-iP7 eine politische und wirtschaftliche Neuausrichtung via Bruttosozialglück zu realisieren.

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