Altes LQFB ist kein Liquid Feedback!

Dieser Artikel dient dazu, darüber aufzuklären, dass das alte Liquid Feedback 3.0 (LQFB) der Piratenpartei kein ECHTES Liquid Feedback ist und dass es seit 2 Jahren unter Piraten ein neues Konzept für ein echtes Liquid Feedback gibt, das erstmals eine ECHTE liquide Demokratie mit eingebautem Menschenrechtsschutz und gewissenhafter, partizipativer Entscheidungsfindung gewährleisten soll.

Warum ist das alte LQFB 3.0 weder liquid noch Feedback?

Das alte LQFB ist weder LIQUID noch FEEDBACK! Entscheidungen erfolgen in qualitätsunspezifischem Schwarz-Weiß anhand qualitätsunspezifischer Mehrheitsabstimmungen. Dabei sagt das Ergebnis dieser Abstimmungen nichts darüber aus, wie gut sich eine Lösung oder ein Kandidat tatsächlich eignet, um ein ggf. dringendes Problem zu lösen. Es eignet sich noch nicht mal dazu, um überhaupt gültig und zuverlässig die wichtigsten Probleme zu erkennen!

Um das zu begreifen, stellt euch eine Kamera namens LQFB vor, die nur weiße oder schwarze Bilder machen kann von einem schönen, bunten Naturmotiv – nennen wir es Baum der Erkenntnis.

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Mit dieser Kamera macht bspw. die Piratenpartei anhand Mehrheitsentscheid 100 Bilder (stehen für 100 Abstimmende) vom Baum der Erkenntnis, die jedoch je nach Lichteinfall entweder absolut schwarz oder absolut weiß sind. Diese 100 Bilder werden anschließend für das Gesamtergebnis zusammenaddiert. Heraus kommt ein graues Bild, auf dem das ursprüngliche Motiv oder die Meinung darüber völlig entfremdet und nachträglich in seiner Qualität nicht mehr zu erkennen ist. Das kommt in etwa mit altem LQFB 3.0 dabei heraus:

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Anhand dieses Beispiels wird deutlich, dass unsere üblichen Abstimmungsformen (nicht nur des falschen LQFB 3.0) stark manipulationsabhängig, qualitätsunspezifisch und verzerrt sind – denn: AUFADDIERT WERDEN hierbei  nicht vernüftige, realitätsorientierte Wirklichkeits- oder Meinungsabbilder, sondern die jeweiligen ABWEICHUNGEN VON DER REALITÄT bzw. der Vernunft! Denn, man bildet letztendlich die Summe der jeweils schwarzen und weissen Bilder vom Baum der Erkenntnis, wobei jedes weisse oder schwarze Bild bereits eine grobe Verfälschung der Realität oder einer gewissenhaften Wahrnehmung der Realität darstellt.

Das Aumaß jeder einzelnen verzerrt gemessenen Wahrnehmung des Baums der Erkenntnis, die sich implizit in den weissen oder schwarzen Bildern wiederspiegelt, wird also letztendlich zu einem Abbild übereinandergelegt. Man summiert also mit qualitätsunspezifischen Mehrheitsentscheiden nicht realitätsorientierte Abbilder zu einem letztendlich eindeutigen und passenden Abbild der Realität oder der Vernunft auf, sondern man addiert den Manipulations- und DesignFEHLER (d.h. die verfahrensbedingte Abweichung von der Realität bzw. der Vernunft) zusammen. LQFB und Mehrheitsentscheide messen also nicht, was der Wähler will oder sieht, sondern wie gut in der Summe die Massenmanipulation (in die eine oder andere Richtung, d.h. Schwarz oder Weiss) funktioniert hat.

Das alte LQFB ist damit bei kritischer Betrachtung lediglich eine Imitation des aktuellen Massenmanipulations- bzw. “Dämonskratie”-Systems, das dessen Massenmanipulations- und Teile-und-Herrsche Effekte sogar noch verstärkt durch die sogenannten Superdeligierten. Schwarz-Weiß-Abstimmungen enthalten also nicht wie ein Thermometer oder eine echte farbsensitive, hoch auflösende Kamera ein Feedback mit liquiden Informationen über die Realität eines Menschen oder über das Ausmaß der Qualität einer Lösung, sondern geben den Herrschenden, Medien und Superdeligierten v.a. Auskunft darüber, wie gut die Massenmanipulation funktioniert hat.

Qualitätsunspezifische Mehrheitsentscheide verletzen piratige und GG-Werte auf Tansparenz, Meinungsfreiheit und Selbstbestimmung!

Qualitätsunspezifische Mehrheitsentscheide verletzen Forderung auf Transparenz weil:

  1. Es erfolgt keine transparente, unverzerrte und konsensuale Diskussion über das, was eigentlich die dringensten Probleme der Basis sind. Diskussionen und Entscheidungen über dringende Probleme werden reaktiv geführt. Entweder bestimmt der, der die (mediale) Deutungshoheit und Autorität in einer Gruppe hat, darüber, was diskutiert wird oder es kommt zu einer Inflation von mehr oder weniger wichtigen Themen, wodurch das Wesentliche schnell aus den Augen verloren wird. Der Mensch hat intelligenterweise z.B. für dieses Problem des bedarfsorientierten Handelns interne, realitätsorientierte Bedürfnismelder, die sich dann z.B. in mehr oder weniger starkem Hunger, Durst oder Frieren ausdrücken.
  2. Intelligente Lösungen für Probleme können nur gefunden werden, wenn das Problem transparent und konsensual beschrieben ist bzw. anhand Realitätskriterien (vgl. iP7) diskutiert wird. Ein transparenter Problemraum enthält alle Aspekte zum IST-Zustand, die das Problem ausmachen und hervorrufen und alle Aspekte des SOLL-Zustands, die beschreiben, was das Ziel bzw. Zielkriterien der Lösung sind. Wenn dies nicht gegeben ist, kann man die politische Meinungsbildung sehr leicht hacken bzw. manipulieren, was man auch an Merkels “Wir schaffen das!” sieht, was einem Meinungshack aufgrund intransparenter Problemräume entspricht.
  3. Gemäß Art. 21 (1) GG sollten Parteien und Politiker “über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel […] öffentlich Rechenschaft geben”. Dazu gehören genau genommen jedoch nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch geistige Mittel, d.h. welche konkreten Abwägungen und Kriterien (z.B. Menschenrechte vs. Lobbyinteressen) haben wie stark zu einer Entscheidung beigetragen? Bei aktuellen qualitätsunspezifischen Mehrheitsentscheiden laufen diese Abwägungen im Dunkeln der politischen Wirtschaftskorruption ab und werden hinterher meist für die Öffentlichkeit so zurecht gebogen, dass es sich nach gewissenhaften Entscheidungen im Sinne der Menschen anhört. Bei genauerer Betrachtung sind jedoch sehr viele Entscheidungen unserer Politiker menschen- bzw. bürgerrechtswidrig und müssen vor Gerichten langwierig eingeklagt werden.

Qualitätsunspezifische Mehrheitsentscheide hebeln die Meinungsfreiheit und Selbstbestimmung aus, weil:

  1. Mehrheitsentscheide werden meist im Vorfeld intransparenterweise auf einige wenige Alternativen herunter reduziert, oder sogar oft, wie im Fall von Merkel, als “alternativlos” hingestellt. Solche Vorgaben entsprechen einem falschen Dilemma bis hin zu diktatorischer bzw. totalitärer Manipulation, wodurch schon im Vorfeld der Entscheidung (für Pest vs. Cholera) die Meinungsfreiheit ausgehebelt wird.
  2. Das menschliche Gehirn arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten und auch die menschliche Entscheidungsbildung verläuft über Abwägungen in Graustufen, inwieweit z.B. ein bestimmtes Ziel oder eine Lösung zu den eigenen Werten und Erwartungen passt. Einem Mensch, der aufgrund seiner gewissenhaften Überlegungen zu einem bestimmten Meinungsbild in Graustufen kommt und durch die Abstimmung in ein Schwarz-Weiß-Schema gepresst wird, wird dadurch die Möglichkeit genommen, seine Meinung so zum Ausdruck zu bringen, wie er sie sich frei, unabhängig und gewissenhaft gebildet hat. Die Meinungfreiheit wird durch den Zwang zum Schwarz-Weiss-Denken verletzt und der Abstimmende wird durch die Abstimmung zu einer groben Verfälschung seiner realitätsorientierten Meinung gezwungen.
  3. Bei qualitätsunspezifischen Mehrheitsentscheiden wirken weiterhin eine Reihe von Fremdsteuerungsmechanismen, wie Gruppenzwang bzw. Konformitätsdruck, Teile-und-Herrsche-Effekt und konditionierte Urteilsbildung (z.B. jemand hört, du seist ein Nazi & fängt an, ohne dich zu kennen, verbal auf dich einzuprügeln), wodurch die Meinungs- und Entscheidungsfindung unbewusst manipuliert wird. Dadurch widersprechen aktuelle Formen der Entscheidungsfindung massiv den Grundsätzen freier und gewissenhafter Entscheidungen. Es handelt sich dabei um Konformitätsexperimente, deren Ergebnisse v.a. darüber Auskunft geben, wie gut die Massenmanipulation funktioniert hat.

Diese sogenannten Konformitätsexperimente, in denen sich Menschen meist unabhängig von der objektiven Realität für das entscheiden, was eine Mehrheit oder führende Autoritäten vorgeben, sind alles andere als demokratisch. Sie sind vielmehr dämonskratisch! Dabei ist es wie z.B. bei ESM, CETA, TTIP und anderen Lobbyeingaben  meist der Fall, dass fremde Interessen sich einschleichen und die Entscheidungsfindung in der Partei oder einer Regierung antidemokratisch fremdsteuern.

Wer ECHTE Demokratie will, sollte deswegen auf ein relaunched bzw. echtes Liquid Feedback setzen, dass maximale Teilhabe, Transparenz, Meinungsfreiheit und Selbstbestimmung sowie eine Echtzeitkontrolle universeller Menschenrechte gewährleistet!

Was ist ECHTES Liquid Feedback (iP7)?

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3 thoughts on “Altes LQFB ist kein Liquid Feedback!

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